Gewerbeimmobilien-Dashboard

Der österreichische Gewerbeimmobilienmarkt

Allgemeines

Das Gewerbeimmobilien-Dashboard der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf dem österreichischen Gewerbeimmobilienmarkt und setzt diese in den Kontext der Finanzmarktstabilität. Die enge Verknüpfung von Finanz- und Gewerbeimmobilienmarkt ergibt sich aus dem hohen Anteil von Gewerbeimmobilienkrediten im Portfolio österreichischer Banken. Dementsprechend verfolgt die OeNB die Entwicklungen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt laufend. Das Dashboard stellt der breiten Öffentlichkeit eine umfassende Datenbasis zu diesem Thema zur Verfügung. Die aufbereiteten Daten werden in vier Themenbereiche unterteilt: Angebot, Nachfrage, Gewerbeimmobilienmarkt und Makroprudenzielle Analyse Das ergänzende Dashboard zum Wohnimmobilienmarkt findet sich hier . Die vier Themenbereiche werden in separaten Reitern behandelt. Trotz dieser Aufteilung ist zu beachten, dass zwischen den Teilbereichen enge Wechselwirkungen bestehen und sie daher nicht isoliert voneinander betrachtet werden sollten. Der Aufbau der vier Reiter folgt derselben Logik: Sofern möglich, werden die Daten in mengenbezogene und preisbezogene Informationen aufgeteilt. Im Reiter Makroprudenzielle Analyse werden zusätzlich noch weitere Informationen zur Finanzierungsstruktur sowie der Kreditqualität zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zur Bedienung und den Funktionalitäten des Dashboards sind im Support erklärt.


Angebot

Mengenbezogene Daten: Das Angebot umfasst gewerblich genutzte Immobilien, die zur Eigennutzung, zum Verkauf oder zur Vermietung stehen. Es stellt den Bestand und Bestandsänderungen (Fertigstellungen) in den jeweiligen Assetklassen dar. Baubewilligungen geben Hinweise auf die zukünftige Entwicklung des Angebots.
Preisbezogene Daten: Bau- sowie Finanzierungskosten der Bauunternehmen stellen wichtige Einflussfaktoren auf die Herstellungskosten von Gewerbeimmobilien dar.

Nachfrage

Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien umfasst alle Akteure die gewerblich nachfragen, sei es durch Miete oder Kauf. Zu den typischen Nachfragern zählen (Eigennutzer-) Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Flächen für geschäftliche, produktive oder administrative Zwecke benötigen. Die Nachfrage von privaten Haushalten nach Mietwohnungen wird nicht dargestellt.

Das Dashboard enthält ausgewählte Indikatoren für die Nachfrage. Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst die Nachfrage in allen Assetklassen. Zudem enthält das Dashboard für jede Assetklasse (Büro, Einzelhandel, Logistik & Industrie, Hotels, Gewerbliche Wohnimmobilien) eigene Nachfrageindikatoren.

Gewerbeimmobilienmarkt

Mengenbezogene Daten: Die Anzahl und das Volumen an Transaktionen ergeben sich aus Angebot, Nachfrage sowie weiteren strukturellen Besonderheiten des Gewerbeimmobilienmarktes. Sie spiegeln die Liquidität auf dem Gewerbeimmobilienmarkt wider und stehen in Wechselwirkung mit den Gewerbeimmobilienpreisen.
Preisbezogene Daten: Die Beobachtung der Preisentwicklung auf dem Gewerbeimmobilienmarkt ist aus Perspektive der Finanzmarktstabilität wichtig, um ungünstige Entwicklungen rasch zu erkennen. Der Gewerbeimmobilienpreisindex gibt hierzu Aufschluss über die Preise von Gewerbeimmobilien im Aggregat sowie in einzelnen Segmenten.

Makroprudenzielle Analyse

Mengenbezogene Daten: Der Kreditbestand und die Neukreditvergabe von Gewerbeimmobilienkrediten veranschaulichen die hohe Bedeutung dieses Segments für den österreichischen Finanzmarkt sowie die Verflechtung mit der Realwirtschaft.
Preisbezogene Daten: Die Zinssätze geben Aufschluss über die Kosten von Gewerbeimmobilienkrediten. Die Verzinsungsart und die Dauer der Zinsbindungen zeigen, wie Schuldner:innen gegenüber Zinsänderungsrisiken abgesichert sind.
Finanzierungsstruktur: Die Struktur der Gewerbeimmobilienkredite umfasst Informationen zu wesentlichen Charakteristika bei Gewerbeimmobilienkrediten. Diese beinhaltet unter anderem Informationen zur Beleihungsquote, Laufzeit und Tilgungsstruktur.
Kreditqualität: Die Kreditqualität von Gewerbeimmobilienkredite wird sowohl anhand der notleidenden Kredite als auch auf Basis von Risikoindikatoren für das 'Lebend-Portfolio' beurteilt.

Durch das enge Zusammenspiel zwischen Immobilien- und Finanzmärkten können systemische Risiken für den österreichischen Finanzmarkt entstehen, die im Rahmen der makroprudenziellen Aufsicht adressiert werden. In Österreich wird die makroprudenzielle Aufsicht vom Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) koordiniert, dessen Vorsitz das Bundesministerium für Finanzen innehat. Auf Basis der makroprudenziellen Analysen durch die OeNB erörtert und beurteilt das FMSG Risiken hinsichtlich der Finanzmarktstabilität und kann mit Empfehlungen an die Finanzmarktaufsicht (FMA) und Risikohinweisen darauf reagieren.
Aktuell bestehen in Österreich erhöhte systemische Risiken aus Gewerbeimmobilienkrediten. Diese sind derart ausgeprägt, dass es bei einer Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds zu einer Störung des Finanzsystems mit möglicherweise bedeutenden nachteiligen Auswirkungen auf das Finanzsystem und die Realwirtschaft im Inland kommen könnte. Zur Adressierung dieser systemischen Risiken ist der sektorale Systemrisikopuffer (sSyRP) seit Juli 2025 in Kraft. Durch den sSyRP wird die Widerstandsfähigkeit des österreichischen Bankensektors gegenüber den Systemrisiken aus Gewerbeimmobilienkrediten erhöht.


Gewerbeimmobilienmarkt: Begriffsabgrenzung

Je nach Verwendungszweck werden unterschiedliche Definitionen für Wohn- und Gewerbeimmobilienmärkte herangezogen. Gewerbeimmobilien sind gewerblich genutzte Immobilien und umfassen sowohl gewerblich genutzte Wohnimmobilien (z.B. Zinshaus) als auch Gewerbeimmobilien im engeren Sinn (z.B. Bürogebäude). Aufgrund von unterschiedlichen Definitionen aus verschiedenen Datenquellen ergeben sich teilweise leicht unterschiedliche Definitionen von Gewerbeimmobilien.
Das Angebot an Gewerbeimmobilien umfasst baulich abgeschlossene Gebäude, die primär für wirtschaftliche Zwecke genutzt werden. Dazu zählen Bürogebäude, Einzelhandelsflächen, Logistik- und Industriegebäude, Hotels sowie gewerbliche Wohnimmobilien (z. B. Mehrfamilienhäuser für Vermietungszwecke). Die Zuteilung der Assetklassen erfolgt dabei nach ihrer überwiegenden Nutzung. Gebäude, die der privaten Wohnnutzung durch Einzelpersonen dienen, werden nicht dargestellt.
Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien beinhaltet Büroimmobilien, Handelsimmobilien, Logistik- & Industrieimmobilien, Hotelimmobilien sowie gewerbliche Wohnimmobilien. Die Definition ist abhängig von der Datenquelle, die für die jeweiligen Nachfrageindikatoren herangezogen werden.
Im Markt stehen Informationen zu Transaktionen und Preisen mit Aufschlüsselungen für Büroimmobilien, Handelsimmobilien, Logistik- & Industrieimmobilien sowie gewerblichen Wohnimmobilien zur Verfügung.
In der makroprudenziellen Analyse werden alle Kredite an juristische Personen, die einen Immobilienbezug haben, berücksichtigt. Hierbei sind sowohl Wohnimmobilien als auch Gewerbeimmobilien im engeren Sinn inkludiert. Informationen zu Krediten an private Haushalte werden im Wohnimmobilien-Dashboard dargestellt.


Version 1.1. Letztes Update: September 2026.

Angebot an Gewerbeimmobilien

Mengen


Die hier angeführten Indikatoren zeigen, wie sich das Angebot an gewerblich genutzten Immobilien mengenmäßig entwickelt. Das Angebot an Gewerbeflächen für die einzelnen Assetklassen Büro, Einzelhandel, Logistik & Industrie, Hotels sowie gewerbliche Wohnimmobilien setzt sich aus dem vorhanden Bestand und Neubaufertigstellungen zusammen. Der Bestand an Gewerbeimmobilien umfasst Gebäude, die zur Eigennutzung, zum Verkauf oder zur Vermietung zur Verfügung stehen. Gebäude von Privatpersonen als Eigentümer werden nicht berücksichtigt.

Die Anzahl der Baubewilligungen dient als Indikator für die zukünftige Entwicklung des Bestands. Sie umfasst ausschließlich gänzlich neu bewilligte gewerblich genutzte Gebäude. Zudem ermöglicht die Aufteilung der Baubewilligungen nach Art der Bauherren Einblicke in die Zusammensetzung der Akteur:innen am Gewerbeimmobilienmarkt über die Zeit. Die Bestandsveränderungen ergeben sich aus Fertigstellungen – also neu geschaffenen Gewerbeflächen – sowie Abgängen, etwa durch Abriss, Umwidmungen oder strukturelle Anpassungen. Diese Entwicklungen werden je nach Bundesland und Assetklasse abgebildet. Zu beachten ist, dass zwischen einer geplanten Realisierung und der tatsächlichen Fertigstellung oftmals ein längerer Zeitraum liegt und nicht alle begonnenen Projekte final umgesetzt werden. Geringfügige Abweichungen zwischen den Daten zu Beständen, Fertigstellungen können aufgrund unterschiedlicher Datenquellen und Berichtsperioden auftreten.


Wie groß ist der Bestand an Gewerbeimmobilien und wie hat er sich in den einzelnen Assetklassen entwickelt?

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Quelle: STATcube (Statistik Austria).

Die Daten zeigen den Bestand an Gebäudeeinheiten. Dabei handelt es sich um eine Vollerhebung, die jährlich zum Stichtag 31. Oktober in der Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen der Registerzählung und der Abgestimmten Erwerbsstatistik erfasst wird. Ab 2021 werden die Daten jährlich erhoben.
Gebäude sind Bauwerke mit mindestens einer Wohnung oder sonstigen Nutzungseinheit, ausgestattet mit Dach und Außenmauern (freistehend) bzw. bei geschlossener Bauweise mit durchgehender Brandschutzmauer vom Dach bis zum Keller, die Wohn- oder wirtschaftlichen Zwecken dienen. Die Zuordnung der Assetklassen erfolgt nach überwiegender Nutzung.
Der Bestand wird differenziert nach Wohngebäuden (Wohngebäude mit 1,2 oder ≥3 Wohneinheiten sowie Gemeinschaftswohngebäude) und Nicht-Wohngebäuden gemäß ihrer überwiegenden Nutzung dargestellt. Gebäude des Verkehrs- und Nachrichtenwesens, für Kultur, Freizeit, Bildung und Gesundheit zählen zu 'Sonstige'. Privatpersonen als Eigentümer werden dabei nicht berücksichtigt. Eine Wohneinheit ist ein baulich abgeschlossener, selbstständiger Teil eines Gebäudes, der der Befriedigung eines individuellen Wohnbedürfnisses, also einem Privatwohnzweck, dient.

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Wie haben sich Umfang und Struktur der Bautätigkeit in den einzelnen Assetklassen seit 2010 entwickelt?

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Quelle: STATcube (Statistik Austria).

Die Daten zeigen gänzlich neue baubewilligte Gebäude. Eine Gebäudeeinheit ist ein Bauwerk mit einem Dach und mindestens zwei Wänden, welches von Menschen betreten werden kann und dazu bestimmt ist, Menschen, Tiere oder Sachen zu schützen und das von anderen solchen Bauwerken durch freistehende Bauweise und bei geschlossener Bauweise durch eine Brandschutzmauer vom Dach bis zum Keller abgegrenzt ist. Die baubewilligten Gebäude werden in folgende Assetklassen (nach überwiegende Gebäudeeigenschaft gemäß EU-Gebäudeklassifikation) unterteilt: Gewerblicher Wohnbau (Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten und Gebäude für Gemeinschaften (kein Privatwohnzweck)), Hotels und ähnliche Gebäude, Bürogebäude, Groß- und Einzelhandelsgebäude und Industrie- und Lagergebäude. Die Kategorien Gebäude des Verkehrs- und Nachrichtenwesens, Gebäude für Kultur- und Freizeitzwecke sowie das Bildungs- und Gesundheitswesen, Kirchen und sonstige Sakralbauten und freistehende Privatgaragen werden in der Grafik als 'Sonstige Assetklasse' behandelt. Die Daten zu den Baubewilligungen umfassen auch Gebäude mit natürlichen Personen als Bauherren, da Statistik Austria diese bei den Fertigstellungen von Gebäudeeinheiten nicht gesondert ausweist. Um die Vergleichbarkeit zwischen Baubewilligungen und Fertigstellungen sicherzustellen, werden daher natürliche Personen als Bauherren in beiden Datensätzen berücksichtigt. In der rechten Grafik erfolgt für die Baubewilligungen zusätzlich eine Aufschlüsselung nach Bauherren. Wegen Meldeverzögerungen bzw. möglichen Datenausfällen werden die Baubewilligungsdaten erst drei Jahre später als endgültig betrachtet, davor werden Schätzungen und Zurechnungen vorgenommen. Die Aufteilung nach Bauherr unterscheidet zwischen natürlichen Personen, gemeinnützigen Bauvereinigungen, dem öffentlichen Sektor (Kerneinheiten der Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen, außerbudgetäre Einheiten sowie öffentlich kontrollierte Unternehmen) und sonstigen juristischen Personen (oft Bauunternehmen).

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: Statistik Austria.

Die Daten zeigen die Baufertigstellungen von Gebäude nach ihrer Gebäudeeigenschaft und nach Kalenderjahr (jährlicher Datenabzug am 15.09. des Folgejahres). Gebäude sind Bauwerke mit mindestens einer Wohnung oder sonstigen Nutzungseinheit, ausgestattet mit Dach und Außenmauern (freistehend) bzw. bei geschlossener Bauweise mit durchgehender Brandschutzmauer vom Dach bis zum Keller, die Wohn- oder wirtschaftlichen Zwecken dienen. Die Anzahl an baufertiggestellten Gebäudeeinheiten umfasst gänzlich neu errichtete Gebäudeeinheiten. Die Fertigstellungen werden in folgende Assetklassen (nach überwiegende Gebäudeeigenschaft gemäß EU-Gebäudeklassifikation) unterteilt: Gewerblicher Wohnbau (Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten und Gebäude für Gemeinschaften), Hotels und ähnliche Gebäude, Bürogebäude, Groß- und Einzelhandelsgebäude und Industrie- und Lagergebäude. Fertigstellungen umfassen auch Gebäude mit natürlichen Personen als Bauherren, da Statistik Austria diese nicht gesondert ausweist. Wegen Meldeverzögerungen bzw. möglichen Datenausfällen werden die Baufertigstellungsdaten erst drei Jahre später als endgültig betrachtet, davor werden Schätzungen und Zurechnungen vorgenommen.

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Kostenkomponenten des Neubaus


Bau- und Finanzierungskosten und erwartete Renditen beeinflussen die Investitionstätigkeit am Gewerbeimmobilienmarkt, sowohl bei Neubauprojekten als auch bei Sanierungen, und wirken damit direkt auf die Entwicklung des Bestands. Der Baukostenindex zeigt die Entwicklung der Inputkosten für Bauunternehmen, insbesondere Material- und Lohnkosten. Der Baupreisindex hingegen bildet die Entwicklung der Marktpreise für repräsentative Bauleistungen und damit den Output der Bauunternehmen für den Sektor Hochbau ab. Beide Indikatoren spiegeln somit die tatsächlichen Kosten wider, die für Bauherren bei der Errichtung oder Sanierung gewerblicher Immobilien anfallen. Obwohl Baukosten- und Baupreisindex häufig sehr ähnliche Entwicklungen aufweisen, können sie voneinander abweichen, wenn sich beispielsweise die Produktivität oder die Gewinnmargen der Bauunternehmen verändern. Die Finanzierungskosten von Bauvorhaben werden anhand des Zinssatzes für Bauträger abgebildet. Zur besseren Einordnung dieser Bau- und Finanzierungskosten werden sie der allgemeinen Inflation, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenübergestellt.


Wie entwickeln sich Bau- und Finanzierungskosten im Vergleich zu allgemeinen Preissteigerungen?

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Quelle: STATcube (Statistik Austria).

Der Baukostenindex misst die Entwicklung der von Bauunternehmen zu tragenden Kosten für Material und Lohn im Rahmen der Ausführung des Bauvorhabens. Es werden der Baukostenindex für den Sektor Wohnhaus- und Siedlungsbau (Gesamtbaukosten) sowie die Entwicklungen der Subindizes Lohn und Sonstiges (Material) dargestellt.

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: STATcube (Statistik Austria).

Der Baupreisindex misst die Entwicklung der Marktpreise (ohne Umsatzsteuer), die von Bauherren an Bauunternehmen für repräsentative Bauleistungen zu bezahlen sind. Zusätzlich zum Baukostenindex werden hier beispielsweise Produktivität, Gewinnspanne oder Finanzierungskosten der Bauunternehmen berücksichtigt. Es werden der Baupreisindex für den Sektor Hochbau sowie seine Subsektoren Wohnhaus- und Siedlungsbau und Sonstiger Hochbau dargestellt.

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: Statistik Austria, Eurostat.

Der dargestellte harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung der von privaten Haushalten nachgefragten Waren und Dienstleistungen in Österreich. Der HVPI dient dem internationalen Vergleich der Verbraucherpreisentwicklung, da die zugrunde liegenden Methoden und Richtlinien speziell für diesen Zweck vereinheitlicht wurden.

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung).

Der Kreditzinssatz für Bauträger wird als volumengewichteter durchschnittlicher nominaler Zinssatz für bestehende Kredite an inländische juristische Personen definiert, die gemäß der jeweils gültigen NACE-Klassifikation dem Sektor 'Erschließung von Grundstücken;Bauträger' (F41.1, ÖNACE 2008 bzw. M68.12, ÖNACE 2025) zugeordnet sind.

Nachfrage nach Gewerbeimmobilien

Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien zeichnet sich aufgrund der Heterogenität des Gewerbeimmobilienmarkts durch verschiedene Nachfragetreiber aus. Für die Assetklassen Büro, Handel, Logistik & Industrie, Hotel und Gewerbliches Wohnen werden in den nachfolgenden Tabs jeweils spezifische Nachfrageindikatoren dargestellt.
Zusätzlich spielt auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung eine wesentliche Rolle bei der Nachfrage nach Gewerbeimmobilien. Hier sind insbesondere die aktuellen Wirtschaftsprognosen der Oesterreichischen Nationalbank von Bedeutung.


Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Büroimmobilien?

Die Entwicklung von Arbeitnehmer:innen, die ihre Tätigkeit in einem Büro verrichten ist ein wesentlicher Nachfrageindikator nach Büroimmobilien. Hierbei ist auch die Nutzung von Home Office von Bedeutung. Zusätzlich bieten der Bestand sowie die Neuvermietungsleistung von Büroflächen in Wien und der Vienna Airport City einen Überblick über die Nachfrage nach Büroimmobilien. Die Unterscheidung nach Qualität der Büroimmobilien sowie für unterschiedliche Wiener Submärkten zeigt hierbei differenzierte Nachfrageentwicklungen im Bürosegment.

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Quelle: EU Labour Force Survey (EUROSTAT).
Die Anzahl der Beschäftigten im Bürodienst wird anhand der Kombination zweier Datensätze von Eurostat ermittelt. Der Datensatz 'LFSQ_EPGAIS' bietet vierteljährliche Informationen zur Beschäftigung nach internationaler Berufsklassifikation (ISCO) und weiteren Arbeitsmarktmerkmalen, Der Datensatz 'LFSQ_EWHUIS' enthält vierteljährliche Daten zu den durchschnittlich üblichen Wochenarbeitsstunden im Hauptberuf, aufgeschlüsselt nach beruflichem Status, Vollzeit/Teilzeit, Geschlecht, Alter sowie nach weiteren Dimensionen der Arbeitsmarktstatistik. Beide Datensätze werden auf jene Berufsklassen gefiltert die mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Bürotätigkeit nachgehen und anschließend kombiniert um die Anzahl der Vollzeitäquivalente zu bestimmen. Bei gleichbleibendem Flächenbedarf pro Person und Homeoffice ist ein Anstieg der Vollzeitäquivalente indikativ für eine steigende Nachfrage nach Büromietflächen.
Links: zusätzliche Informationen Arbeitszeit, zusätzliche Informationen Beschäftigungsgrad, Nutzungsbedingungen.

Quelle: EU Labour Force Survey (EUROSTAT).
Im Rahmen der Arbeitskräfteerhebung des EU Labour Force Survey erstellt und veröffentlicht Eurostat jährlich den Datensatz 'LFSA_EHOMP'. Dieser weist den Anteil der Erwerbstätigen, die von zu Hause arbeiten, gegliedert nach beruflichem Status aus. Zusätzlich enthält der Datensatz Angaben zu Ländern, Altersklassen, Geschlecht sowie unterschiedlichen Kategorien des Erwerbsstatus und der beruflichen Stellung. Die Erwerbstätigen werden dabei in drei grobe Kategorien unterteilt: Jene die bis 50% ihrer Arbeitszeit von zu Hause verrichten, jene mit mehr als 50% ihrer Arbeitszeit von zu Hause, und solche ohne Arbeitszeit zu Hause. Bei insgesamt gleichbleibender Beschäftigung mit Dienstort Büro ist ein steigender Anteil der Tätigkeit von zu Hause (Anstieg einer der beiden Homeoffice Kategorien oder Umschichtung von bis 50% zu über 50%) indikativ für eine reduzierte Nachfrage nach Büromietflächen.
Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

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Quelle: Vienna Research Forum.
Das Vienna Research Forum (VRF) erhebt Bestand, Leerstandsrate und Vermietungsleistung von Büroflächen in Wien und der Vienna Airport City die einem modernenen, international vergleichbaren Bürostandard entsprechen und nicht älter als 25 Jahre oder generalsaniert sind. Diese Büroflächen werden entsprechend der VRF-Klassifikation untersucht und den Kategorien A oder B, für hochpreisige und prestigeträchtige neuwertige Büros bzw. solider Standard im mittelpreisigen Segment, sowie den geografischen Submärkten zugeordnet. Nach Berücksichtigung von Leerstand kann der Bestand als Indikator für die bestehende Grundnachfrage nach modernen Büroflächen interpretiert werden.
Links: Presseaussendungen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: Vienna Research Forum.
Das Vienna Research Forum (VRF) erhebt Bestand, Leerstandsrate und Vermietungsleistung von Büroflächen in Wien und der Vienna Airport City die einem modernenen, international vergleichbaren Bürostandard entsprechen. Die Neuvermietungsleistung kann, bei Vorhandensein entsprechender Neu- und Bestandsflächen, als Indikator der Neunachfrage im Marktgleichgewicht interpretiert werden.
Links: Presseaussendungen, Nutzungsbedingungen.

Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Handelsimmobilien?

Die Umsatzentwicklung im Einzelhandel misst die wirtschaftliche Leistung in der Branche. Stimmungsindikatoren können als vorlaufende Größe dienen und geben Hinweise auf Investitions- und Standortentscheidungen mit zeitlicher Verzögerung. Entscheidend ist dabei, ob eine Veränderung des Umsatzes oder der Stimmungsindikatoren mit einer Ausweitung oder Reduktion der Nutzung von Handelsimmobilien einhergeht. Ergänzend dienen die Anzahl der Einzelhandelsstandorte sowie die Handelsfläche je Einwohner als weitere Indikatoren für die Nachfrage nach Handelsimmobilien.

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Quelle: StatCube (Statistik Austria).
Die europäische Statistikbehörde erstellt auf Basis von Erhebungen der nationalen Statistikämter statistische Kennzahlen für 4 große Wirtschaftssektoren: Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen. Für jede dieser Gruppen wird eine Reihe von Kennzahlen erfasst die zumeist auf monatlicher oder quartalsweiser Basis zur Verfügung stehen. Der Nettoumsatzindex soll die Entwicklung des Marktes für Waren und Dienstleistungen aufzeigen. Der Nettoumsatz umfasst die von der Beobachtungseinheit im Bezugszeitraum in Rechnung gestellten Beträge und entspricht den Marktverkäufen von Waren oder Dienstleistungen, die an Dritte geliefert wurden. Da der Index preisbereinigt ist und ein steigender Umsatz im Einzelhandel damit eine erhöhte Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen dieses Sektors anzeigt ist der Umsatzsindex im Einzelhandel (NACE-Sektor G47 bzw. G4791) auch als Nachfrageindikator für Einzelhandelsflächen geeignet.
Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: RegioData Research.
Die Kennzahlen zu Einzelhandelsstandorten und Handelsfläche je Einwohner:in in m² werden jährlich erhoben. Die Datengrundlage umfasst rund 65 % aller Filialstandorte sowie etwa 75 % der Handelsflächen; der Rest ist hochgerechnet.

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Quelle: Business and Consumer Survey (EUROSTAT).
Die Business and Consumer Surveys sind ein harmonisiertes EU‑Programm, das monatlich die Stimmungslage und Erwartungen von Unternehmen und Konsumenten in verschiedenen Wirtschaftssektoren misst, darunter Industrie, Dienstleistungen, Bau, Konsumenten und Einzelhandel. Sie liefern frühzeitige qualitative Informationen, die für Konjunkturbeobachtung, kurzfristige Prognosen und das Erkennen von Wendepunkten im Wirtschaftszyklus genutzt werden. Die Retail‑Trade‑Umfrage ist ein Teil der BCS‑Sektorbefragungen und richtet sich an Einzelhandelsunternehmen, um monatlich deren Einschätzungen zu Geschäftstätigkeit (Umsätze), Lagerbeständen, Preisen, Bestellungen, Beschäftigung und Erwartungen zu erfassen. Der Gesamtstimmungsindikator (Retail Confidence Indicator, RCI) misst das Stimmungsbild im Einzelhandel basierend auf drei Kernelementen: Aktuelle Geschäftstätigkeit (Indikator Umsatz der letzten 3 Monate), erwartete Geschäftstätigkeit (Indikator Umsatz für die nächsten 3 Monate) und aktuelle Lagerbestände. Der Indikator wird als Saldo aus positiven und negativen Antworten berechnet und stellt dar, wie optimistisch oder pessimistisch Unternehmen aus dem Einzelhandel ihre gegenwärtige und zukünftige Lage beurteilen. Dabei deuten höhere Werte auf bessere Erwartungen in die Zukunft hin und umgekehrt. Die Umsatzindikatoren werden ebenso als Saldo aus positiven und negativen Antworten berechnet und stell die kürzlich vergangenen bzw demnächst erwarteten Verkäufe dar.
Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Logistik- und Industrieimmobilien?

Der Bestand sowie die Neuvermietungsleistung nach Logistik- & Industrieflächen in Wien und im Wiener Umland bieten einen Überblick für die Nachfrage nach Immobilien im Logistik- & Industriebereich. Im Logistikbereich dienen die Entwicklung des Paketaufkommens sowie das Transportaufkommen als Nachfrageindikatoren nach Logistikimmobilien, wie zum Beispiel Lager- und Umschlaghallen. Im Industriesektor dient insbesondere die Entwicklung der Produktionsleistung als Maß für die Nachfrage nach Produktionsgebäuden oder Werkstätten.

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Quelle: StatCube (Statistik Austria).
Die Rundfunk und Telekom Regulierungs GmBH erhebt und veröffentlicht statistische Daten auf dem Gebiet des Postwesens entsprechend der Post-Erhebungsverordnung 2019 (PEV 2019). Dargestellt wird die Entwicklung des Paketaufkommens bei Postdienstleistern in Österreich in den Kategorien Pakete Inland und Pakete Ausland in Mio Stück. Bei der Kategorie Pakete Ausland liegen entweder der Ursprung oder das Ziel im Ausland, bei Pakete Inland beide in Österreich. Zur Glättung von saisonalen Effekten wird der rollierende Durchschnitt über 4 Quartale d.h. 1 Jahr dargestellt.
Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: StatCube (Statistik Austria).
Der Modal Split zeigt die Verteilung des Güterverkehrs auf die drei größten Verkehrsträger Straße, Schiene und Gewässer. Für den Straßengüterverkehr werden nationale Erhebungen zur Verkehrsleistung österreichischer Fahrzeuge mit der europäischen Straßengüterverkehrsstatistik kombiniert. Fehlende Werte ausländischer Fahrzeuge werden mithilfe von ASFINAG Mautdaten ergänzt, um die Verkehrsleistung auf österreichischem Territorium vollständig abzubilden. Der Schienengüterverkehr umfasst die Transporte aller in- und ausländischen Eisenbahnverkehrsunternehmen auf österreichischem Hoheitsgebiet und wird quartalsweise veröffentlicht. Innerbetriebliche Transporte innerhalb industrieller Anlagen sind davon ausgenommen. Der Güterverkehr auf der Donau wird über Meldungen der Häfen, Umschlagstellen und der Schleuse Ottensheim monatlich erhoben. Luftfracht wird aufgrund ihres im Vergleich sehr geringen Umfangs nicht berücksichtigt. In der Verteilung wird der Transitverkehr bewusst ausgeschlossen, um ausschließlich jene Transportmengen zu zeigen, die für österreichische Lager- und Logistikimmobilien relevant sind. Für einen vollständigen Überblick werden Transitmengen jedoch in den Verkehrsträgerdarstellungen zu Transportaufkommen und Transportleistung nach Verkehrsbereichen weiterhin ausgewiesen. Das Transportaufkommen wird in Tonnen gemessen und bezieht sich auf das Bruttogewicht des beförderten Gutes. Die Transportleistung wird in Tonnenkilometern angegeben und ergibt sich aus dem Produkt aus Transportaufkommen und zurückgelegter Wegstrecke. Ein hoher Wert im Verhältnis zum Transportaufkommen weist auf längere Transportdistanzen hin.

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

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Quelle: Short-term business statistics (EUROSTAT).
Die europäische Statistikbehörde erstellt auf Basis von Erhebungen der nationalen Statistikämter statistische Kennzahlen für 4 große Wirtschaftssektoren: Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen. Für jede dieser Gruppen wird eine Reihe von Kennzahlen erfasst die zumeist auf monatlicher Basis zur Verfügung stehen. Der Produktionsindex im Sektor Warenherstellung (Verarbeitendes Gewerbe, NACE‑Sektor C) misst die monatliche Veränderung des preisbereinigten Produktionsvolumens der industriellen Fertigung. Er bildet damit die konjunkturelle Entwicklung der gesamten industriellen Wertschöpfungskette ab und liefert einen zentralen, früh verfügbaren Indikator für die Industrie- und Konjunkturanalyse in der EU. Da ein steigendes Produktionsvolumen in der Regel eine erhöhte Nachfrage nach geeigneten Produktionsflächen bedingt ist der Produktionsindex auch als Nachfrageindikator für Industrieflächen geeignet.
Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

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Quelle: Vienna Research Forum.
Das Vienna Research Forum (VRF) erhebt Bestand, Vermietungsleistung und seit Jahresende 2025 auch die Leerstandsrate von Logistik und Industrieflächen in Wien und Umgebung sofern diese gewisse Qualitätskriterien wie Hallenhöhe, Rangierflächen oder Entfernung zur Autobahn erfüllen. Diese Flächen werden geografischen Submärkten zugeordnet und im Fall von Logistikunternehmen anhand der Qualtitätskriterien weiter in die Kategorien A, B und C unterteilt. Seit 2024 werden zusätzlich die Bestände in den Regionen Eisenstadt, Wiener Neustadt & Baden sowie St. Pölten ermittelt. Der Anstieg im Bestand ist daher auf eine Ausweitung der Erhebungsgebiets zurückzuführen. Nach Berücksichtigung von Leerstand kann der jeweilige Bestand als Indikator für die bestehende Grundnachfrage nach Logistik und Industrieflächen interpretiert werden.
Links: Presseaussendungen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: Vienna Research Forum.
Das Vienna Research Forum (VRF) erhebt Bestand, Vermietungsleistung und seit Jahresende 2025 auch die Leerstandsrate von Logistik und Industrieflächen in Wien und Umgebung sofern diese gewisse Qualitätskriterien wie Hallenhöhe, Rangierflächen oder Entfernung zur Autobahn erfüllen. Die Neuvermietungsleistung kann, bei Vorhandensein entsprechender Neu- und Bestandsflächen, als Indikator der Neunachfrage im Marktgleichgewicht interpretiert werden.
Links: Presseaussendungen, Nutzungsbedingungen.

Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Hotelimmobilien?

Der Umsatz im Tourismussektor ist ein entscheidender Indikator für die Nachfrage nach Hotelimmobilien. Die Aufschlüsselung nach Winter- und Sommersaison bietet zusätzlich Informationen über die Entwicklungen im Jahresverlauf. Informationen über die Nutzung der Hotelimmobilien sind aus der Anzahl der Ankünfte und Nächtigungen ableitbar.

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Quelle: Short-term business statistics (STS)(Eurostat).
Die europäische Statistikbehörde erstellt auf Basis von Erhebungen der nationalen Statistikämter statistische Kennzahlen für 4 große Wirtschaftssektoren: Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen. Für jede dieser Gruppen wird eine Reihe von Kennzahlen erfasst die zumeist auf monatlicher oder quartalsweiser Basis zur Verfügung stehen. Der Nettoumsatzindex soll die Entwicklung des Marktes für Waren und Dienstleistungen aufzeigen. Der Nettoumsatz umfasst die von der Beobachtungseinheit im Bezugszeitraum in Rechnung gestellten Beträge und entspricht den Marktverkäufen von Waren oder Dienstleistungen, die an Dritte geliefert wurden. Der Index wird preisbereinigt womit ein steigender Umsatz in der Beherberung eine erhöhte Nachfrage nach Dienstleistungen dieses Sektors anzeigt. Dadurch ist der Umsatzsindex in der Beherbergung (NACE-Sektor I55) auch als Nachfrageindikator für Hotel- und Beherbergungsflächen geeignet. Für die Unterscheidung zwischen Sommer- und Wintersaison wurde der Mittelwert für die Sommersaison aus den Quartalen Q2 und Q3 gebildet. Die Wintersaison umfasst das vierte Quartal des Vorjahres (Q4) und das erste Quartal des aktuellen Jahres (Q1).
Links: zusätzliche Informationen Umsatzindex Beherbergung, zusätzliche Informationen Preisindex Beherbergung, Nutzungsbedingungen.

Quelle: StatCube (Statistik Austria).

Die monatlichen Ankünfte und Nächtigungen der Gäste aus dem In- und Ausland werden im Rahmen der Beherbergungsstatistik erhoben. Die Meldung erfolgt durch gewerbliche und private Beherbergungsbetriebe an die zuständige Gemeinde. Nur österreichische Gemeinden mit einer Mindestübernachtungszahl von 1.000 Nächtigungen über mehrere Jahre sind meldepflichtig. In der dargestellten Grafik sind die gewerblichen Beherbergungsbetriebe „Hotels gesamt“ und Ferienwohnung/-haus (gewerblich) erfasst. Die Daten werden ca. 25 Tage nach Ablauf der Berichtsperiode veröffentlicht. Die endgültigen Daten stehen rund einen Monat später zur Verfügung. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ergibt sich aus dem Quotienten von Nächtigungen und Ankünfte pro Saison. Dabei wird zwischen Winter- und Sommersaison unterschieden. Die Wintersaison umfasst November des Vorjahres bis April des aktuellen Jahres. Die Sommersaison reicht von Mai bis Oktober desselben Jahres.

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Wie entwickelt sich die Nachfrage nach gewerblichen Wohnimmobilien?

Aufgrund der hohen Korrelation zwischen der Nachfrage nach gewerblich und privat genutzten Wohnimmobilien verweisen wir auf das Wohnimmobilien-Dashboard der OeNB. Insbesondere die Haushaltsentwicklung dient hierbei als wesentlicher Nachfrageindikator für Wohnimmobilien.

Zum Wohnimmobiliendashboard

Das Wohnimmobilien-Dashbaord der Oesterreichischen Nationalbank gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf dem österreichischen Wohnimmobilienmarkt und setzt diese in den Kontext der Finanzmarktstabilität. Das Dashboard umfasst alle Immobilien mit dem Zweck der Wohnnutzung. Der Fokus liegt auf Eigentum bzw. dem Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien. Das Dashboard dient als Ergänzung zum Gewerbeimmobilien-Dashbaord.


Allgemeine Indikatoren

Die oben aufgeführten spezifischen Indikatoren können lediglich einen Teil der Nachfrage nach Gewerbeimmobilien abbilden. Zum einen spielen neben spezifischen Einflussfaktoren für die oben genannten Assetklassen auch allgemeine konjunkturelle Entwicklungen eine Rolle. So wirkt sich zum Beispiel die Entwicklung der Investitionen auf die Nachfrage in sämtlichen Assetklassen der Gewerbeimmobilien aus. Zum anderen gibt es auch weitere Assetklassen im Bereich der Gewerbeimmobilien, für die keine spezifischen Indikatoren zur Verfügung stehen. Beispielhaft sind hier Datencenter, Gesundheitseinrichtungen oder Bildungszentren zu nennen.
Die nachfolgenden allgemeinen Indikatoren im OeNB Prognose Dashboard bieten einen Überblick über makroökonomische Kennzahlen, die einen Einfluss auf die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien haben. Zusätzlich stehen auch weitere Konjunkturindikatoren auf der Website der OeNB zur Verfügung. Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen sowie der private Konsum sind hier als relevante Maßzahlen hervorzuheben.

Der österreichische Gewerbeimmobilienmarkt

Der Gewerbeimmobilienmarkt spielt für den österreichischen Finanzmarkt eine zentrale Rolle, da die Kreditvergabe an Immobilienunternehmen ein wichtiger Geschäftszweig österreichischer Banken ist. Gleichzeitig dienen Gewerbeimmobilien häufig als Kreditsicherheiten.
Gewerbeimmobilienmärkte weisen einige strukturelle Besonderheiten auf, sie sind unter anderem sehr heterogen: Unter Gewerbeimmobilien fallen sowohl Zinshäuser als auch Büroimmobilien oder Logistikhallen. Außerdem werden Gewerbeimmobilien im Vergleich zu Wohnimmobilien seltener am Markt gehandelt. Einzelne Transaktionen von großen Immobilienprojekten können dadurch einen stärkeren Einfluss auf die Entwicklungen am gesamten Gewerbeimmobilienmarkt haben.


Mengen

Die Größe und Liquidität des österreichischen Gewerbeimmobilienmarkts zeigen sich vor allem anhand der Anzahl der Transaktionen sowie des damit verbundenen Transaktionsvolumens. Die Informationen zum Leerstand und zur Auslastung der Gewerbeimmobilien geben an, inwieweit das Angebot und die Nachfrage nach Gewerbeimmobilienflächen in etwa im Einklang sind.

Wie viele Gewerbeimmobilien werden verkauft?

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Quelle: Statistik Austria, OeNB. Die Transaktionen bilden die Grundlage für die Ermittlung des Gewerbeimmobilienpreisindexes. Die Daten umfassen alle im Grundbuch erfassten Transaktionen von Gewerbeimmobilien. Mithilfe von Datenqualitätsprüfungen (z.B. Ausschluss von Transaktionen mit fehlerhaften Angaben zu Nutzflächen und Preisen) stellt die Statistik Austria sicher, dass nur belastbare Transaktionen berücksichtigt werden. Die Transaktionen stehen nach Regionen gemäß der NUTS-1-Klassifikation zur Verfügung. Ostösterreich beinhaltet die Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und Wien. Südösterreich beinhaltet die Bundesländer Kärnten und Steiermark. Westösterreich beinhaltet die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Die Einteilung der Assetklassen basiert auf der CPA-Klassifikation für Güterkategorien: Gewerbliche Wohnimmobilien (CPA 41.00.1), Industrie- & Logistikimmobilien (CPA 41.00.21, CPA 41.00.26), Büros (CPA 41.00.23) und Handelsgebäude (41.00.24). Bei einer gemischten Nutzung einer Gewerbeimmobilie (z.B. als Büro und Handelsfläche) wird eine Transaktion mehreren Assetklassen zugeordnet. Hierdurch kann die Summe der Transaktionen in jeder Assetklasse größer sein als die Gesamtanzahl der Transaktionen. Ab Anfang 2027 stehen auch Daten rückwirkend bis 2015 zur Verfügung.


Links: Nutzungsbedingungen.

Wie entwickeln sich der Leerstand und die Auslastung am Gewerbeimmobilienmarkt?

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Quelle: Vienna Research Forum.
Das Vienna Research Forum (VRF) erhebt Leerstand von Büroflächen in Wien und der Vienna Airport City die einem modernenen, international vergleichbaren Bürostandard entsprechen und nicht älter als 25 Jahre oder generalsaniert sind. Diese Büroflächen werden zudem geografischen Submärkten innerhalb von Wien zugeordnet. Für Logistik- & Industrieunternehmen erhebt das VRF erstmals mit H2 2025 Leerstandsraten für Wien und Umgebung. Wien Umgebung beinhaltet Wien Umland Nord, Wien Umland Ost, Wien Umland Süd, Eisenstadt, St. Pölten und Wiener Neustadt-Baden
Links: Presseaussendungen Büromarkt, Presseaussendungen Logistik und Industrie, Nutzungsbedingungen.

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Quelle: Statistik Austria.

Die Bettenauslastung wird im Rahmen der Beherbergungsstatistik erhoben. Die Meldung erfolgt durch gewerbliche und private Beherbergungsbetriebe an die zuständige Gemeinde. Nur österreichische Gemeinden mit einer Mindestübernachtungszahl von 1.000 Nächtigungen über mehrere Jahre sind meldepflichtig. Die Auslastung wird zwischen Winter- und Sommersaison unterschieden.Die Wintersaison umfasst November des Vorjahres bis April des aktuellen Jahres. Die Sommersaison reicht von Mai bis Oktober desselben Jahres.

Links: zusätzliche Informationen, Nutzungsbedingungen.

Quelle: RegioData Research.

Die Leerstandsraten für Shopping Malls, Retailparks und Geschäftsstraßen werden jährlich erhoben. Berücksichtigt werden Handelszonen ab 5.000 m². Die Datengrundlage umfasst knapp 50 % der relevanten Handelszonen, der Rest ist hochgerechnet.

Preise

Die Preisentwicklung bei Gewerbeimmobilien ist der zentrale Indikator für die Bewertung der Gewerbeimmobiliensicherheiten im Finanzsystem. Informationen zu Preisentwicklungen bei Gewerbeimmobilien sind für den Gesamtmarkt sowie mit Aufschlüsselungen nach Regionen und Assetklassen verfügbar. Der Gewerbeimmobilienpreisindex ist im Vergleich zum Wohnimmobilienpreisindex volatiler, da weniger Transaktionen durchgeführt werden und der Gewerbeimmobilienmarkt heterogener ist.

Wie entwickeln sich die Gewerbeimmobilienpreise?

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Quelle: Statistik Austria, OeNB, DataScience Service GmbH, TU Wien, Prof. Feilmayr. Die Transaktionen bilden die Grundlage für die Ermittlung des Gewerbeimmobilienpreisindexes. Die Daten umfassen alle im Grundbuch erfassten Transaktionen von Gewerbeimmobilien. Mithilfe von Datenqualitätsprüfungen (z.B. Ausschluss von Transaktionen mit fehlerhaften Angaben zu Nutzflächen und Preisen) wird sichergestellt, dass nur belastbare Transaktionen berücksichtigt werden. Mithilfe eines hedonischen Modells werden Qualitätsunterschiede der Gewerbeimmobilien (z.B. Lage, Bauperiode, Zustand der Immobilie) herausgerechnet, die andernfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Gewerbeimmobilienpreise hätten. Mithilfe des Kalman-Filters werden die berechneten Indexwerte geglättet. Die Preise stehen sowohl für Österreich als auch für einzelne Regionen NUTS-1-Klassifikation zur Verfügung. Ostösterreich beinhaltet die Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und Wien. Südösterreich beinhaltet die Bundesländer Kärnten und Steiermark. Westösterreich beinhaltet die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Die Einteilung der Assetklassen basiert auf der CPA-Klassifikation für Güterkategorien: Gewerbliche Wohnimmobilien (CPA 41.00.1), Industrie- & Logistikimmobilien (CPA 41.00.21, CPA 41.00.26), Büros (CPA 41.00.23) und Handelsgebäude (41.00.24). Bei gewerblichen Wohnimmobilien werden nur Transaktionen von juristischen Personen berücksichtigt. Ab Anfang 2027 stehen auch Daten rückwirkend bis 2015 zur Verfügung. Bei der Zeitreihe 'Wohnimmobilien (inkl. Privatkäufer:innen)' handelt es sich um den Wohnimmobilienindex für Gesamtösterreich. Details zum Wohnimmobilienpreisindex stehen auf dem Wohnimmobilien-Dashboard zur Verfügung.

Links: Nutzungsbedingungen.

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Makroprudenzielle Analyse

Das Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) ist das zentrale Gremium für makroprudenzielle Aufsicht in Österreich. Seine Kernaufgaben sind die Stärkung der Finanzmarktstabilität und die Reduktion von Systemrisiken. Dabei wird die institutionalisierte Verzahnung der laufenden makroprudenziellen Analyse durch die OeNB mit den makroprudenziellen Aufsichtsagenden der Finanzmarktaufsicht (FMA) und dem für den nationalen Regulierungsrahmen zuständigen Bundesministerium für Finanzen (BMF) gewährleistet. Die OeNB berichtet dem FMSG regelmäßig von Entwicklungen am Gewerbeimmobilienmarkt und setzt diese zu bankspezifischen Indikatoren wie Kreditvolumen, Verzinsung, Beleihungsquote, Tilgungsstruktur, Risikogewicht, oder dem Anteil der notleidenden Kredite in Bezug, um den Konnex zwischen Finanzsystem und Gewerbeimmobilienmarkt zu beleuchten. Bei Bedarf sowie im Falle einer gesetzlich vorgesehenen Evaluierung von makroprudenziellen Maßnahmen erstellt die OeNB eine umfassende daten- und modellbasierte Systemrisikoanalyse als Entscheidungsgrundlage für das FMSG.

In der 41. Sitzung des FMSG am 10. Juni 2024 hat das Gremium festgestellt, dass von Gewerbeimmobilienkrediten ein erhöhtes Risiko für die Finanzmarktstabilität in Österreich ausgeht. Auf Basis dieser Einschätzung hat das FMSG die Einführung eines sektoralen Systemrisikopuffers empfohlen. Mit 1. Juli 2025 wurde ein sektoraler Systemrisikopuffer (sSyRP) von zunächst 1% der Risikopositionen aus Gewerbeimmobilienkrediten eingeführt.
In der 47. Sitzung des FMSG am 12. Dezember 2025 hat das Gremium festgehalten, dass die Systemrisiken aus Gewerbeimmobilienkrediten aufgrund der weiteren Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds seit der ersten Festlegung des sektoralen Systemrisikopuffers im Jahr 2024 weiter angestiegen sind. Auf Basis der neuerlichen Empfehlung des Gremiums erhöht sich der sSyRP mit 1. Juli 2026 auf 2% sowie ein Jahr später auf 3,5%.


Mengen

Der Kreditbestand spiegelt das inländische Volumen von Gewerbeimmobilienkrediten österreichischer Banken wider und unterstreicht die Bedeutung dieses Sektors für den Bankensektor.

Welche Perspektiven gibt es bei Gewerbeimmobilienkrediten?

Für die Abgrenzung von Gewerbeimmobilienkrediten gibt es drei Perspektiven: die Besicherungsperspektive, die Verwendungszweckperspektive und die Sektorperspektive. In der Besicherungsperspektive sind Kredite an Unternehmen inkludiert, die mit einer Immobilie besichert sind. Hier ist zum Beispiel ein Kredit einer Bäckerin inkludiert, die die Backstube als Sicherheit hinterlegt hat. Bei der Verwendungszweckperspektive sind Kredite an Unternehmen inkludiert, die aufgenommen wurden, um eine Immobilie zu erwerben oder zu bauen. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Kredit für ein Industrieunternehmen handeln, das damit eine Lagerhalle errichten möchte. Bei der Sektorperspektive handelt es sich um Kredite an Unternehmen aus dem Bausektor (ohne Tiefbau) sowie aus dem Sektor Grundstücks- & Wohnungswesen. Hierbei handelt es sich etwa um Kredite an Immobilienentwickler oder Bauträgerinnen.

In der makroprudenziellen Analyse verwenden wir primär die Sektorperspektive in der Abgrenzung von Gewerbeimmobilienkrediten. Hierbei handelt es sich um Kredite an Unternehmen, die ein ähnliches Geschäftsmodell mit Bezug zum Immobilienmarkt haben.

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Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Das Volumen von Gewerbeimmobilienkrediten beinhaltet sowohl den ausstehenden Kreditbetrag als auch den nicht-ausgenutzten Kreditrahmen an juristische Personen in Österreich. Kredite in der Sektorperspektive umfassen alle Kredite an die ÖNACE Sektoren F 41 „Hochbau“, F 43 „Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe“ und M68 „Grundstücks- & Wohnungswesen“. Bei der Besicherungsperspektive sind alle Kredite inkludiert, die mit einer Wohn- oder Gewerbeimmobilie besichert sind. In der Verwendungszweckperspektive werden alle Kredite berücksichtigt, die aufgenommen wurden, um eine Wohn- oder Gewerbeimmobilie zu bauen oder zu kaufen.

Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung, Zentrales Kreditregister, Großkreditevidenz). Anteil der Gewerbeimmobilienkredite an nicht-finanzielle Unternehmen (ESVG-Sektorklassifikation: 1100) an allen Krediten an nicht-finanzielle Unternehmen. Hinweis: Vor März 2019 liegt die Meldeschwelle bei 350.000 EUR. Aufgrund einer Meldeumstellung hat sich die Meldeschwelle reduziert und liegt ab März 2019 bei 25.000 EUR.

Wie steht das Kreditvolumen im Verhältnis zur Wertschöpfung und Arbeitsproduktivität?

Ein maßgeblicher Teil in der makroprudenziellen Analyse ist das Zusammenspiel zwischen Risiken für die Finanzmarktstabilität und den Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Der Zusammenhang zwischen der Kreditvergabe an die Sektoren Grundstücks- & Wohnungswesen sowie Bau und dem Beitrag zur Wertschöpfung sowie der Arbeitsproduktivität wird nachfolgend dargestellt.

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Quelle: Eurostat (Datenbereich: namq_10_a10) und OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Die Bruttowertschöpfung ist die Produktionsleistungen abzüglich der Vorleistungen in den Sektoren „Grundstücks- & Wohnungswesen“ und „Bau“. Die Bruttowertschöpfung wird zu aktuellen Preisen angegeben (Messgröße gemäß Eurostat-Definition: CP_MNAC). Die Daten sind weder saisonbereinigt noch kalenderbereinigt. Der Kreditbestand umfasst Kredite an die ÖNACE 2008 Sektoren „Bau“ und „Grundstücks- & Wohnungswesen“. Kredite an gemeinnützige Bauvereinigungen sind inkludiert.

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Quelle: Eurostat (Datenbereiche: namq_10_a10 und nama_10_a10_e) und OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Berechnung der Sektorbeiträge nach der in de Vries et al. (2021) verwendeten Methodik („shift-share aggregation method“). Bruttowertschöpfung in verketteten Volumina. Arbeit gemessen in geleisteten Stunden. Klassifikation der Sektoren gemäß ÖNACE 2008. Der Kreditbestand umfasst Kredite an die jeweiligen ÖNACE Sektoren. Kredite an gemeinnützige Bauvereinigungen sind inkludiert.

Wie hat sich der Kreditbestand bei Gewerbeimmobilienkrediten entwickelt?

Ein wesentlicher Teil der Gewerbeimmobilienkredite sind Kredite an gemeinnützige Bauvereinigungen. Da Kredite an gemeinnützige Bauvereinigungen niedrigere Risiken aufweisen, werden diese Kredite in weiterer Folge ausgenommen. Diese Abgrenzung entspricht auch dem Anwendungsbereich des sektoralen Systemrisikopuffers (sSyRP).
Die Informationen zu Gewerbeimmobilienkrediten werden im Aggregat betrachtet. Sofern möglich steht zusätzlich auch eine Aufteilung der Gewerbeimmobilienkredite nach der Art der Besicherung sowie dem Wirtschaftssektor zur Verfügung.

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Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Gemeinnützige Bauvereinigungen sind Unternehmen, die Teil der Revisionsverbände „Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen“ oder „Bundesrevisionsverband für gemeinnützige Bauvereinigungen“ sind. Die Daten zu den Mitgliedern der Revisionsverbände werden einmal jährlich aktualisiert. Die aktuellen Mitglieder sind hier und hier ersichtlich.

Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Der Kreditbestand umfasst sowohl ausstehende Kreditvolumen als auch nicht-ausgenutzte Rahmen. Der Anstieg bei den mit Wohnimmobilien besicherten Krediten und die entgegengesetzte Reduktion der mit Gewerbeimmobilien besicherten Kredite im Jänner 2025 ist auf eine Bereinigung von Datenqualitätsproblemen zurückzuführen. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

Wie hat sich das Neugeschäft bei Gewerbeimmobilienkrediten entwickelt?

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Quelle: OeNB (Monetary Financial Institutions Interest Rate Statistics). Beim Neugeschäft handelt es sich um alle in der Periode neu vergebenen Einmalkredite („Neu vergebene Kredite“) sowie alle neu eingeräumten Kreditrahmen bzw. Rahmenerhöhungen („Neu vergebene Kreditrahmen“). Bei den „Neuverhandlungen von bestehenden Krediten“ handelt es sich um neu verhandelte Einmalkredite (exkl. revolvierende Kredite und Überziehungen), in denen in beidseitiger (Kunde & Bank) aktiver Zustimmung wesentliche Vertragskonditionen eines bereits bestehenden Kreditvertrags angepasst wurden. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

Preise

Der Preis eines Kredits wird durch den Zinssatz bestimmt, dessen Höhe von vielen Faktoren abhängt. Zum einen beinhaltet das gesamtwirtschaftliche Faktoren, wie Leitzinsentscheidungen, zum anderen sind auch individuelle Faktoren wie die Kreditwürdigkeit der Unternehmen sowie die Art der Verzinsung von Bedeutung.
Die Art der Verzinsung bestimmt, ob die Bank oder der:die Kreditnehmende das Risiko einer Zinserhöhung trägt. Ein hoher Anteil variabel verzinster Kredite gilt aus Sicht der Finanzmarktstabilität als kritisch, da Unternehmen das Risiko von Zinserhöhungen in der Regel schlechter bewältigen können als Banken. Neben der Art der Verzinsung ist auch die Häufigkeit der Zinsanpassungen relevant. Sehr häufige Zinsanpassungen bei variabel verzinsten Krediten bergen das Risiko, dass Änderungen des Referenzzinssatzes sehr schnell an Kreditnehmende weitergegeben werden. In diesem Fall haben Unternehmen wenig Zeit sich auf die veränderten Zinssätze einzustellen.

Wie hat sich der Zinssatz im Bestand bei Gewerbeimmobilienkrediten entwickelt?

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Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Der Zinssatz bei Gewerbeimmobilienkrediten ist der durchschnittliche volumensgewichtete Kreditzinssatz für den Kreditbestand.
Die Art der Verzinsung wird in variabel verzinste Kredite, fix verzinste Kredite und gemischt verzinste Kredite aufgeteilt. Bei variabel verzinsten Krediten ist der Kreditzinssatz abhängig von der Entwicklung anderer Indikatoren, wie Referenzzinssätze. Der Kreditzinssatz ist bei fix verzinsten Krediten über die Laufzeit des Kredites konstant. Kredite, die eine Periode mit fixem Zinssatz und mit einem variablen Zinssatz haben, sind als gemischt klassifiziert.
Für Kredite, die aktuell einen variablen Zinssatz haben, wird die Häufigkeit der Zinsanpassungen dargestellt. Fix verzinste Kredite oder gemischt verzinste Kredite, die sich aktuell in der Fixzinsphase befinden, werden unter „keine Anpassung des Zinssatzes“ dargestellt.
Die Art der Verzinsung und Häufigkeit der Zinsanpassung sind nur für Kredite im engeren Sinn zu melden (z.B. Kreditlinien). Für außerbilanzielle Geschäfte und Wertpapiere sowie nicht-verbriefte Anteilsrechte sind diese Datenfelder nicht zu melden. Der Anstieg bei den vierteljährlichen Zinsanpassungen mit Jänner 2021 ist auf eine Bereinigung von Datenqualitätsproblemen zurückzuführen. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

Wie hat sich der Zinssatz im Neugeschäft bei Gewerbeimmobilienkrediten entwickelt?

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Quelle: OeNB (Monetary Financial Institutions Interest Rate Statistics). Der Zinssatz im Neugeschäft für neu vergebenen Einmalkredite (inkl. Kreditaufstockungen, exkl. revolvierende Kredite und Überziehungen) sowie für neu verhandelten Einmalkredite wird dargestellt. Für neu eingeräumte Rahmen steht kein Zinssatz im Neugeschäft zur Verfügung. Bei der Zinsbindungsfrist im Neugeschäft handelt es sich um den zu Beginn des Vertrages im Voraus festgelegte Zeitraum, während dem sich der Zinssatz nicht ändern kann. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

Finanzierungsstruktur

Spezifische Finanzierungsstrukturen bei Gewerbeimmobilienkrediten können einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Risiken für die Finanzmarkstabilität haben Wichtige Kennzahlen zur Finanzierungsstruktur bei Gewerbeimmobilienkrediten sind die Beleihungsquote, die Laufzeiten, die Art der Tilgung sowie die Risikogewichte.
Die Beleihungsquote ist der Quotient aus der Summe der Verbindlichkeiten eines:einer Kreditnehmenden aus Gewerbeimmobilienkrediten und der Summe der Marktwerte der Sicherheiten. Eine niedrige Beleihungsquote minimiert den Verlust der Banken bei Zahlungsunfähigkeit des:der Kreditnehmenden.
Die Ursprungslaufzeit der Gewerbeimmobilienkredite gibt an, wie lang die vertraglich neu vereinbarten Kredite durchschnittlich laufen. So kann eine Reduktion der durchschnittlichen Ursprungslaufzeit auf eine häufigere Nutzung von Anschluss- oder Zwischenfinanzierungen hindeuten. Zusätzlich wird auch das Laufzeitende von Gewerbeimmobilienkredite dargestellt. Ein hoher Anteil an Gewerbeimmobilienkrediten mit einem nahenden Laufzeitende zeigt das potentielle Refinanzierungsrisiko von diesen Krediten.
Die Art der Tilgung gibt an, wie der:die Kreditnehmede die Gewerbeimmobilienkredite zurückzahlt. Hierbei wird insbesondere zwischen regelmäßigen Tilgungen (z.B. mit jeder Zinszahlung wird auch der anteilige Kreditbetrag getilgt) und Tilgungen, wo ein großer Teil des Kreditbetrags erst am Ende der Kreditlaufzeit zurückbezahlt wird. Letztere Kredite (z.B. endfällige Kredite oder Ballonkredite) sind mit einem besonderen Risiko verbunden, da sich die Fähigkeit der Kreditrückzahlung erst mit Ende der Kreditlaufzeit darstellt.
Die Art der Gewerbeimmobilienkredite gibt Aufschluss darüber, welche Art von Kreditverträgen (z.B. revolvierende Kredite oder Einmalkredite) bei Gewerbeimmobilienkrediten vorherrschend sind. Mit unterschiedlichen Kreditarten gehen auch unterschiedliche Risiken einher. So kann zum Beispiel ein Anstieg bei Überziehungskrediten auf Liquiditätsengpässe bei den Immobilienunternehmen hindeuten.
Risikogewichte geben an, wie viel Eigenkapital Banken für Gewerbeimmobilienkredite zur Absicherung halten. Je geringer die Risikogewichte, desto geringer ist dementsprechend das hinterlegte Kapital. Die Unterlegung von Gewerbeimmobilienkrediten mit Kapital unterscheidet sich zwischen Banken, die den Standardansatz verwenden und jenen, die den auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB-Ansatz) verwenden.

Wie ist die Finanzierungsstruktur bei Gewerbeimmobilienkrediten?

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Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Die Beleihungsquote wird für den Bestand an Gewerbeimmobilienkredite dargestellt. Die Beleihungsquote misst den Grad der Absicherung der Summe der an einen:eine Kreditnehmer:in vergebenen Kredite bei der meldenden Bank. Dem Kreditbestand wird demnach die Summe der Werte der Sicherheiten gegenüberstellt. Hierbei werden alle Arten von Sicherheiten mit ihrem jeweiligen Marktwert berücksichtigt. Gewerbeimmobilienkredite ohne Sicherheiten werden als „unbesichert“ dargestellt.

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Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Die Ursprungslaufzeit gibt die volumengewichtete durchschnittliche Laufzeit des Kredits bei Vertragsabschluss an. Projektfinanzierungen sind Kredite, die nur mit den Erträgen aus den finanzierten Projekten zurückgezahlt werden. Das Laufzeitende gibt die Dauer bis zum Ende des Kreditvertrags an. Bei Gewerbeimmobilienkredite, die als „Laufzeit überschritten“ klassifiziert sind liegt das Datum zum Ende des Kreditvertrags vor dem Meldestichtag. Hierbei handelt es sich überwiegend um notleidende Kredite. Gewerbeimmobilienkredite ohne vertragliches Ende des Kredits (z.B. revolvierende Kredite) sind als „n/a“ klassifiziert. Außerdem ist das Datenfeld nur für Kredite im engeren Sinn zu melden. Für außerbilanzielle Geschäfte und Wertpapiere sowie nicht-verbriefte Anteilsrechte ist dieses Datenfeld nicht zu melden.

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Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Die Tilgungsart gibt die Art der Rückzahlung für den Bestand an Gewerbeimmobilienkredite an. Bei endfälligen Krediten wird die gesamte Kreditsumme erst am Ende der Laufzeit zurückbezahlt. Bei Krediten mit regelmäßiger Tilgung werden kontinuierlich und meist in gleichen Kreditraten zurückbezahlt (Tilgungsarten: Französisch, Deutsch, fester Tilgungsplan). Unter sonstiger Tilgung sind andere Arten der Kreditrückzahlung inkludiert. Insbesondere revolvierende Kredite und Ballonkredite fallen in die Kategorie „sonstige Tilgung“. Die Art der Tilgung sind nur für Kredite im engeren Sinn zu melden (z.B. Kreditlinien). Für außerbilanzielle Geschäfte und Wertpapiere sowie nicht-verbriefte Anteilsrechte ist dieses Datenfeld nicht zu melden. Zusätzlich ist das Datenfeld nur für Kredite mit Vertragsbeginn ab 01.09.2018 zu melden. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Die Arten von Gewerbeimmobilienkrediten umfasst sowohl Kredite im engeren Sinne als auch Wertpapiere und nicht-verbriefte Anteilsrechte sowie außerbilanzielle Geschäfte. Kredite im engeren Sinne sind Kreditlinien, revolvierende Kredite, Überziehungskredite, Kreditkartenkredite, Finanzierungsleasing, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Kredite (inkl. Einmalkredite). Wertpapiere umfassen Partizipationsscheine, Investmentzertifikate, Geldmarktfondsanteile, Aktien, Schuldverschreibungen, Credit Linked Notes, sonstige Wertpapiere und Verbriefungstranchen. Außerbilanzielle Geschäfte inkludieren Einlagentermingeschäfte, Sonstige Zusagen, Finanzgarantien (exkl. Kreditderivate), Haftungskredite zugunsten anderer meldepflichtiger Institute sowie begebene Kreditderivate. Der Anstieg bei den Kreditlinien im Dezember 2021 ist auf eine Bereinigung von Datenqualitätsproblemen zurückzuführen. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Die Höhe der Risikogewichte wird separat für Banken mit Standardansatz und für Banken mit einem auf internen Ratings basierenden (IRB-) Ansatz dargestellt. Das Risikogewicht wird durch Division des risikogewichteten Positionsbetrag (nach Anwendung des Faktors für kleine und mittlere Unternehmen) durch den Risikopositionsbetrag ermittelt. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

Kreditqualität

Um die Qualität bei den Gewerbeimmobilienkrediten zu beurteilen, wird insbesondere die Non-Performing-Loan-Quote (NPL-Quote) herangezogen. Das ist der Anteil der Kredite, die als notleidend eingestuft werden. Das sind Kredite, die seit über 90 Tagen überfällig sind oder Kredite, die eine geringe Rückzahlungswahrscheinlichkeit aufweisen. Die Coverage Ratio ergänzt hierbei Informationen zum Anteil des notleidenden Kreditvolumens, das durch Wertberichtigungen abgedeckt ist. Wenn der:die Kreditnehmende nicht wie geplant zurückzahlt, muss die Bank den erwarteten Verlust als Wertberichtigung in der Bilanz hierfür berücksichtigen.
Zusätzlich zeigt der Anteil der notleidenden Gewerbeimmobilienkredite an allen notleidenden Unternehmenskredite, wie sich die Kreditqualität im Vergleich zu anderen Kreditsegmenten entwickelt. Auch die Verteilung der NPL-Quote für Gewerbeimmobilienkredite über den österreichischen Bankensektor ist von Bedeutung. Die Verteilung zeigt, inwieweit es sich bei den notleidenden Gewerbeimmobilienkrediten um eine Entwicklung bei einzelnen Banken oder in weiten Teilen des Bankensektors handelt.
Um Einblicke in die Qualität von Gewerbeimmobilienkrediten zu erhalten, die nicht notleidend sind („Lebend-Portfolio“), werden weitere Kennzahlen dargestellt. Zum einen wird die Ausfallswahrscheinlichkeit (Probability of defaut, PD) der Kreditnehmenden dargestellt. Die PD wird im Rahmen der Risikobeurteilung der Banken ermittelt. Außerdem spielt auch der Anteil der Gewerbeimmobilienkredite mit Stundungsmaßnahmen eine wesentliche Rolle. Hierbei handelt es sich um Kredite bei denen Banken den Kreditnehmenden Zugeständnisse hinsichtlich der Kreditvertragsbedingungen gemacht wurden. Der Anteil der Kredite mit Stundungsmaßnahmen kann demnach ein geeigneter Indikator für potenzielle zukünftige Kreditausfälle sein. Zusätzlich ist auch die Wertberichtigungsquote für Gewerbeimmobilienkredite im „Lebend-Portfolio“ ein wichtiger Indikator.

Wie haben sich die notleidenden Gewerbeimmobilienkredite entwickelt?

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Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Die NPL-Quote ist der Anteil der notleidenden Gewerbeimmobilienkredite an allen Gewerbeimmobilienkrediten. Die Coverage Ratio misst den Anteil der notleidenden Kredite, die durch Wertberichtigungen abgedeckt sind. Bei der Coverage Ratio werden die Sicherheiten nicht berücksichtigt.
Der Bestand an notleidenden Gewerbeimmobilienkrediten gegenüber nicht-finanziellen Unternehmen wird auch als Anteil am Bestand aller notleidenden Unternehmenskredite dargestellt. Zusätzlich wird die Verteilung der NPL-Quoten für Gewerbeimmobilienkredite im österreichischen Bankensektor dargestellt. Hier werden Anteil und Anzahl der Banken in der jeweiligen Kategorie für die NPL-Quote bei Gewerbeimmobilienkredite dargestellt. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

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Wie hat sich die Qualität der Gewerbeimmobilienkredite im 'Lebend-Portfolio' entwickelt?

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Quelle: OeNB (Granulare Kreditdatenerhebung). Bei der Ausfallwahrscheinlichkeit handelt es sich um die durchschnittliche volumensgewichtete Wahrscheinlichkeit, dass ein:e Kreditnehmer:in ausfällt.
Der Anteil der Gewerbeimmobilienkredite mit Stundungsmaßnahmen zeigt an, wie häufig Banken den Kreditnehmenden Zugeständnisse hinsichtlich der Kreditvertragsbedingungen machen. Bei Refinanzierungen handelt es sich um Umschuldungen auf neue Gewerbeimmobilienkredite. Bei Zinsreduktionen wird der Kreditzinssatz angepasst. Der neue Kreditzinssatz ist niedriger als die am Markt üblichen Kreditzinssätze.
Bei der Wertberichtigungsquote wird der Anteil der Wertberichtigungen am Bestand der Gewerbeimmobilienkredite dargestellt. Hinweis: Während bis Dezember 2025 die ÖNACE 2008 Klassifikation zur Anwendung kommt, gilt ab Jänner 2026 die ÖNACE 2025 Klassifikation. Kredite an Unternehmen mit der Tätigkeit 'Erschließung von Grundstücken; Bauträger' sind bis Dezember 2025 im Sektor 'Hochbau' und ab Jänner 2026 im Sektor 'Grundstücks und Wohnungswesen'.

Aufbau und Bedienung

Das Dashboard ist in insgesamt vier Tabs unterteilt: Angebot, Nachfrage, Gewerbeimmobilienmarkt und Makroprudenzielle Analyse. Jeder dieser Tabs gliedert sich in die Abschnitte Mengen und Preis, wie im Tab Übersicht erläutert. Zu jedem Abschnitt werden die aktuell verfügbaren Werte sowie die Veränderungen zur Vorperiode der Indikatoren als farbige Kachel angezeigt. Mit einem Klick auf eine Kachel gelangt man direkt zur Grafik, die den Verlauf der jeweiligen Kennzahl im Zeitablauf zeigt.


Diagramme und ihre Funktionen

Darunter befinden sich die interaktiven Diagramme, die mit Highcharter erstellt wurden. Diese bieten mehrere nützliche Funktionen:

  • Zoomen: Mit der Maus kann man in einen Bereich klicken und ziehen, um in bestimmte Zeiträume hineinzuzoomen.
  • Tooltip: Wenn der Mauszeiger über einen Datenpunkt geführt wird, erscheint ein kleines Feld mit dem genauen Wert der jeweiligen Periode sowie zusätzlichen Informationen.
  • Ein- und Ausblenden von Datenreihen: Über die Legende können einzelne Variablen ein- oder ausgeblendet werden. Manche Kennzahlen sind standardmäßig ausgeblendet, um die Darstellung übersichtlicher zu gestalten. Diese sind in der Legende ausgegraut dargestellt.
  • Filter: Rechts neben den Grafiken befinden sich verschiedene Filter, mit denen die angezeigten Informationen individuell eingegrenzt werden können. Je nach Datensatz beziehen sich die Filter entweder nur auf die erste Grafik oder auf beide Grafiken eines Abschnitts. Die Grafiken aktualisieren sich automatisch, sobald eine Filterauswahl geändert wird.
  • Download-Funktion: In jeder Grafik befindet sich eine Schaltfläche, über die die aktuelle Darstellung als PNG, JPEG, PDF, SVG, XLS oder CSV heruntergeladen werden kann. Die gesetzten Filtereinstellungen (z. B. gewählte Region oder Zweck) werden dabei berücksichtigt.

In jedem Tab befindet sich zusätzlich eine Download-Schaltfläche, mit der alle Daten des jeweiligen Tabs gesammelt als Excel-Datei oder CSV-Datei exportiert werden können. Dabei werden keine Filter berücksichtigt; es werden alle verfügbaren Daten innerhalb der Kategorie heruntergeladen.


Infoboxen

Neben den Grafiken befinden sich Infoboxen, die weiterführende Informationen zur Datenherkunft, Definition und Berechnung der jeweiligen Kennzahl enthalten.


Datenquellen

Die Rechteinhaber der Quelldaten werden bei den jeweiligen Grafiken, Darstellungen oder Downloadmöglichkeiten offengelegt. Die Daten aus den Datenquellen wurden verändert, indem sie insbesondere kombiniert, aggregiert oder in ein strukturiertes, maschinenlesbares Format überführt wurden. Sie dienen als Grundlage für die Erstellung der im Dashboard angezeigten Grafiken und Darstellungen. Auf den Gewährleistungsausschluss und die Haftungsbeschränkung in Abschnitt 5 der CC BY 4.0 wird hingewiesen.


Weiterverwendung der Daten

Die auf dieser Website zur Verfügung gestellten Daten, an denen der OeNB das Urheberrecht zusteht (gekennzeichnet durch "Quelle: OeNB" oder einen anderen entsprechenden Hinweis), dürfen gemäß dem Informationsweiterverwendungsgesetz (IWG 2022) unter der Lizenz CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0) gebührenfrei weiterverwendet werden. Auf den Gewährleistungsausschluss und die Haftungsbeschränkung in Abschnitt 5 der CC BY 4.0 wird hingewiesen.Für andere Daten gelten die Lizenzbestimmungen der jeweiligen Rechteinhaber:innen, welche in den Infoboxen neben den jeweiligen Grafiken verlinkt sind.


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Disclaimer

Dieses Dashboard wurde mit R Shiny erstellt.