Die regionale Gliederung erfolgt nach Sitz des Stammhauses der Investitionstätigenden. Dadurch kann sich bei den Passiven Direktinvestitionen ein Sonderfall ergeben.
Wird aus dem Inland in ein ausländisches Unternehmen investiert und befindet sich das Stammhaus des ausländischen Unternehmens im Inland, entsteht eine inländische Verbindlichkeit gegenüber einem inländischen Konzern. Daher ist bei den Passiven Direktinvestitionen auch Österreich unter den auszuwählenden Ländern zu finden.
Direktinvestitionen können aus drei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden: Bestände, Transaktionen und Einkommen.
Negative Bestände können durch negatives Eigenkapital der Direktinvestitionsunternehmen, oder sogenanntem Reverse Investment entstehen. Bei Reverse Investment werden Konzernkredite vom Tochterunternehmen an den Investor vergeben.
Sowohl die DI-Bestände als auch die DI-Transaktionen beinhalten Eigenkapital und sonstiges Kapital. Beim sonstigen Kapital handelt es sich vorwiegend um konzerninterne Kredite.
Das Einkommen besteht aus ausgeschütteten- und reinvestierten Gewinnen sowie Nettozinserträgen. Reinvestierte Gewinne sind fiktive Transaktionen, mit deren Hilfe die Tatsache beschrieben wird, dass Unternehmen häufig nur Teile des Jahresertrags tatsächlich ausschütten.
In der Modellwelt der Zahlungsbilanz wird zunächst der Gewinn zur Gänze ausgeschüttet, der nicht entnommene Gewinn jedoch sofort wieder reinvestiert. Negative reinvestierte Gewinne resultieren, sobald die Dividendenausschüttungen den Jahresertrag übersteigen, oder der Jahresertrag selbst negativ ist.
Die Gewinnausschüttungen und Zinserträge im Zusammenhang mit Direktinvestitionen werden laufend erhoben. Zusätzliche Informationen – v.a. für die Berechnung der reinvestierten Gewinne – liefert die jährliche Direktinvestitionsbefragung.